
In den Texten des Evangelien zu lesen ist wie das Blättern in einem Album, in dem wir das ein oder andere Bild schon kennen. Manche Eindrücke sind verblasst, manche Bilder aber sind so ursprünglich und stark, dass sie lebendig vor dem inneren Auge stehen. Es sind Bilder, die das Leben prägen können und es verwandeln, weil sie das Wort aufgreifen, das Jesus selbst gesprochen und das er selbst ganz und gar gelebt hat.Wenn wir zum Kern dieser Bilder und Szenen vordringen, sprechen sie von einem Lebensvollzug, der vielen heute fremd geworden ist. Was könnte das sein, was Menschen am Glauben an Gott, an einen "Vater im Himmel", wie Jesus ihn nennt, so fasziniert, dass sie ihr Leben davon prägen lassen und manchmal ungewöhnliche Schritte tun können, die alles andere als naheliegend sind? Wenn Menschen zur Versöhnung mit sich selbst und mit dem, der ihnen etwas angetan hat, bereit werden, wenn sie nicht nur denen Gutes tun, die auch ihnen wohlgesonnen sind, wenn sie etwas abgeben, auch wenn